Onlinerechte für Beschäftigte - Überwachung am Arbeitsplatz
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Ihr Team der Onlinerechte für Beschäftigte

Positionen
Onlinerechte

Positionen von ArbeitgeberInnen zu Online-Rechten

Eine einheitliche Position der Unternehmensleitungen ist nicht erkennbar. Während einige Betriebe ihren Beschäftigten freien Internetzugang am Arbeitsplatz gewähren, sind andere strikt dagegen. Als Gründe werden genannt:
  1. Hohe Telekommunikationskosten
  2. Arbeitszeitverlust durch privates Surfen
  3. Gefährdung der Systemsicherheit/Kapazitätsprobleme
  4. Missbrauch
Diese Argumente sind nicht stichhaltig!


1. Hohe Telekommunikationskosten

Die mit der Nutzung des Internets verbundenen Kommunikationskosten sind heute kein Argument mehr, das gegen den freien Zugang der Beschäftigten spricht. Durch die Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes sind die Kosten radikal gesunken. Inzwischen haben fast alle Unternehmen, die ein internes Netzwerk nutzen, auch einen Internetzugang. Firmen treten als eigener Provider mit eigener Standleitung zum öffentlichen Netz auf oder haben für die Netznutzung einen Pauschalpreis vereinbart. Selbst kleine Firmen, die über ein Modem oder eine ISDN-Karte an das Internet angeschlossen sind, werden in der Regel die Verbindungskosten pauschal mit einer Flatrate begleichen.

2. Arbeitszeitverlust durch privates Surfen

Die heutige Berufswelt ist durch ergebnisorientiertes Arbeiten gekennzeichnet. Arbeitsbelastung, Zeitdruck, die Zunahme beruflicher Pflichten und die wachsende Selbstverantwortung in der Aufgabenerledigung führen dazu, dass die private Nutzung der vor-handenen Infrastruktur während der Arbeitszeit nicht ausufert.

Zudem können Regelungen auf betrieblicher Ebene vereinbart werden, die ein unangemessenes Surfverhalten ausschließen.

3. Gefährdung der Systemsicherheit/Kapazitätsprobleme

Eine Verbesserung der Übertragungskapazitäten der Systeme hat dazu geführt, dass die Auslastungsgrenzen der Systeme im Regelfall nicht erreicht werden. Die Systemsicherheit kann durch geeignete technische Maßnahmen (z.B. Firewall) und entsprechende Schulung der Beschäftigten gewährleistet werden.

4. Missbrauch

Der Internetzugang darf weder von den Beschäftigten noch von den Interessenvertretungen dazu genutzt werden, Beleidigungen, Geschäftsgeheimnisse oder sensible betriebsinterne Daten zu verbreiten oder Webseiten mit strafbaren Inhalten aufzurufen. Eine gemeinsame Definition des Begriffs „Missbrauch“ und entsprechende Verfahrens-regelungen bieten Sicherheit für alle Beteiligten. Zudem ist fraglich, ob Beschäftigte, die Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse verraten wollen, dies per E-Mail tun, oder ob sie nicht andere, unauffälligere Methoden wählen.

Abgesehen von diesen Punkten bleibt festzuhalten, dass die Übung im Umgang mit dem Intra-/Internet auch dem Unternehmen hilft:

„Der Arbeitgeber stellt seinen Mitarbeitern einen Internetanschluss als Arbeitsmittel zur Verfügung, damit die Produktivität des Mitarbeiters steigt, die Informationsangebote des Internets genutzt werden, sowie Nachrichten schnellstmöglich weitergeleitet werden können. Durch die zur Verfügung gestellten Kommunikationsmittel entstehen – losgelöst von der Einteilung betriebliche Nutzung, private Mitbenutzung – betriebliche Synergieeffekte, die sich positiv auf die Produktivität auswirken.“
(Zitat aus der gemeinsamen Eingabe der Spitzenverbände der Wirtschaft zum Telefonkostenerlass an das BMF vom 11.08.00)


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